Glyn Hall – Toyota Gazoo Racing SA, die Dakar noch lange nicht vorbei

Glyn Hall - Toyota Gazoo Racing SA, die Dakar noch lange nicht vorbei

Nasser Al-Attiyah and Matthieu Baumel in the Toyota Hilux of the Toyota Gazoo Racing | Foto: Copyright Eric Vargiolu / DPPI / Red Bull Content Pool

Glyn Hall – Toyota Gazoo Racing SA, die Dakar noch lange nicht vorbei

Nach der Enttäuschung des Vortages, in der sowohl Giniel de Villiers / Dirk von Zitzewitz als auch Nasser Al Attiyah / Mathieu Baumel viel Zeit verloren haben, brauchte die Toyota Gazoo Racing SA einen Tag der Konsolidierung – und genau das ist allen drei Crews auf der 5. Etappe von Dakar gelungen. Die Etappe war wieder sehr schwierige und bestand aus 268 km Wertungsprüfung mit 666 km Verbindungsstrecke. Um die Sache noch interessanter zu machen, wurden 84% der Etappe auf weichen Dünen gefahren, ähnlich denen, die der Mannschaft auf der 4 Etappe so viel Leid gebracht hatten.

Die Fahrt des Tages gehörte wieder dem Niederländer Bernhard ten Brinke, gepaart mit dem französischen Navigator Michel Périn. Das Paar zeigte nicht nur eine perfekte Fahrt, sondern hielt auch mit dem führenden Peugeot von Stephane Peterhansel über das Gelände, das für den Buggy viel besser geeignet war, Schritt. Am Ende beendete Ten Brinke / Périn die Etappe mit einem Rückstand von nur fünf Minuten auf den Peugeot.

„Wir hatten heute einen wirklich guten Tag“, sagte Ten Brinke nach der anstrengenden Fahrt zum Biwak in Arequipa. „Der Hilux fuhr wie ein Uhrwerk, Michel hatte mit der Navigation Recht, und das alles zeigte sich im Etappenergebnis.“

Ten Brinke hat heute den Toyota hinter dem Peugeot von Peterhansel und Carlos Sainz auf den dritten Platz in der Gesamtwertung gebracht. Sébastien Loeb von Peugeot musste sich aus dem Rennen zurückziehen, nachdem sich sein langjähriger Navigator Daniel Elena verletzt hatte.

De Villiers / Von Zitzewitz von Toyota Gazoo Racing SA, blieb kurz nach dem Start der Etappe stecken. Sie waren jedoch nicht allein, da viele der Top-Fahrer in der gleichen Gegend Zeit verloren.

„Es war sicherlich nicht der Anfang, den wir wollten, aber zum Glück haben wir nicht zu viel Zeit verloren“, erklärte De Villiers aus Arequipa. „Damit haben wir den Tag 13 Minuten hinter Peterhansel beendet, und wenn wir nicht in der Nähe des Starts hängen geblieben wären, wären wir vielleicht viel näher bei ihm gewesen.“

De Villiers / Von Zitzewitz fuhr die drittschnellste Zeit des Tages, etwa fünf Minuten vor Carlos Sainz (Peugeot). Mit diesem Ergebnis rückt die Crew der Toyota Gazoo Racing SA auf den 5. Platz in der Gesamtwertung vor.

Es war ein harter Tag für Nasser Al Attiyah, mit dem französischen Navigator Mathieu Baumel neben ihm. Die aktuellen Halter des Cross-Country-Weltcups der FIA starteten den Tag schnell und konnte sich von den anderen Fahrern absetzen. Bei ihrem Getriebe entwickelte sich jedoch ein Problem, durch das sie wieder Boden verloren.

„Glücklicherweise war die Etappe in zwei Abschnitte unterteilt, und so konnten wir unsere technische Crew zwischen den Abschnitten abpassen“, sagte Al Attiyah. „Die Crew hat in nur zwanzig Minuten einen tollen Job gemacht, und unser Getriebe ersetzt – aber trotzdem haben wir dadurch noch mehr Zeit verloren.“

Die Toyota Hilux Crew fand jedoch schnell wieder ihrem Rhythmus. Sie fuhren die fünftschnellste auf der 5. Etappe und verloren trotz Getriebewechsel nur 16 Minuten gegen Peterhansel. Damit liegt der Qatari auf Platz 4 der Gesamtwertung.

„Insgesamt war es ein guter Konsolidierungstag für uns“, sagte der Teamchef der Toyota Gazoo Racing SA, Glyn Hall, aus dem Biwak in Arequipa. „Wir brauchten einen sauberen Lauf, und mit Ausnahme von Nassers Getriebe haben wir genau das bekommen. Die Renncrews kämpften sich heute unter schwierigen Bedingungen wirklich durch und lieferten genau das, was wir von ihnen erwartet hatten.“

Die nächste Etappe beginnt in der peruanischen Stadt Arequipa und wird fast ausschließlich auf Sandwegen statt auf den Dünen ausgetragen. Mit 4.700 Metern ist dies die erste einer Serie von Höhenetappen, die wiederum die Leistung des Toyota V8-Saugmotors von Toyota Hilux beeinflussen werden.

Gleichzeitig wird der hart gepackte Schotter das Team dazu zwingen, seine Reifen während der gesamten Etappe mit dem richtigen Reifendruck zu fahren. Das wird einerseits dem Toyota Hilux zugutekommen, während die Höhe sie auf der anderen Seite behindern wird.

STAGE 5 RESULTS:

1. S. Peterhansel
2. B. Ten Brinke (TOYOTA) +04:52
3. G. De Villiers (TOYOTA) +12:47
4. C. Sainz (Peugeot) +18:10
5. N. Al Attiyah (TOYOTA) +24:33
6. O. Terranova (Mini) +24:38
7. Sk. K. Al Qassimi (Peugeot) +25:39
8. P. Sireyjol (Buggy) +33:16
9. C. Despres (Peugeot) +37:36
10. J. Przygonski +41:13

OVERALL STANDINGS AFTER STAGE 5:

1. S. Peterhansel (Peugeot) 13:27:26
2. C. Sainz (Peugeot) +00:31:16
3. B. Ten Brinke (TOYOTA) +01:15:16
4. N. Al Attiyah (TOYOTA) +01:23:21
5. G. De Villiers (TOYOTA) +01:34:34
6. Sk. Al Qassimi (Peugeot) +01:46:48
7. E. Amos (Buggy) +02:01:57
8. J. Przygonski (Mini) +02:16:43
9. M. Prokop (Ford) +02:17:27
10. P. Sireyjol (Buggy) +02:58:22

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Quelle: TOYOTA GAZOO RACING