Porsche startet in Spa in die neue Weltmeisterschaftssaison

Vorschau, World Endurance Championship WEC, 1. Lauf in Spa-Francorchamps/Belgien

Mit dem Sechsstundenrennen in Spa-Francorchamps beginnt am 5. Mai 2018 die 15-monatige Super Season der FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC. Auf der traditionsreichen Rennstrecke in den belgischen Ardennen messen sich sechs 510 PS starke Porsche 911 RSR in den Klassen GTE-Pro und GTE-Am mit der starken Konkurrenz von Aston Martin, BMW, Ferrari und Ford.

Das Rennen
Der rund 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernte Circuit de Spa-Francorchamps lässt die Herzen der Motorsportfans höher schlagen: Auf 7,004 Kilometern wechseln sich Hochgeschwindigkeits-Abschnitte wie die berühmte Eau Rouge mit langsameren Passagen ab. Eine Höhendifferenz von ungefähr 100 Metern macht das Auftaktrennen dabei zu einer Berg-und Talfahrt. Ein unberechenbarer Faktor in den Ardennen ist das Wetter: Während an der Bus-Stop-Schikane die Sonne scheint, kann es in Les Combes regnen.

Die Fahrer des Porsche GT Teams
Mit der Startnummer 91 geht erstmals die neue Fahrerpaarung mit Gianmaria Bruni (Italien) und Richard Lietz (Österreich) in ein Rennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Der zweifache WEC-Champion Bruni fuhr 2017 bereits die zweite Saisonhälfte in der IMSA Weathertech Championship in den USA und ist bestens mit dem 911 RSR vertraut. Wie bereits im vergangenen Jahr teilen sich Kévin Estre (Frankreich) und Michael Christensen (Dänemark) den Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92.

Die Kundenteams
In der Klasse GTE-Am setzen drei Porsche-Kundenteams insgesamt vier 911 RSR ein. Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Deutschland), Patrick Lindsey (USA) und der Norweger Egidio Perfetti fahren für Project 1. Bei Gulf Racing bilden die englischen Piloten Michael Wainwright und Ben Barker sowie Alex Davison (Australien) eine Fahrerpaarung. Dempsey Proton Racing bietet zwei GT-Rennwagen aus Weissach auf. Mit der Nummer 77 bestreiten Porsche Young Professional Matt Campbell (Australien), Christian Ried (Deutschland) und Porsche-Junior Julien Andlauer (Frankreich) die Super Season. Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien), Khaled Al Qubaisi (Vereinigte Arabische Emirate) und Giorgio Roda (Italien) pilotieren den zweiten 911 RSR des von Hollywood-Schauspieler Patrick Dempsey unterstützten Teams.

Der Porsche 911 RSR
Nach dem zweiten Platz in der Fahrerwertung durch Richard Lietz und Fréderic Makowiecki im Jahr 2017 visiert das Porsche GT Team in der neuen Saison den Fahrer- und Hersteller-Titel in der Sportwagen-Weltmeisterschaft an. Der eingesetzte Porsche 911 RSR feierte 2017 seine Premiere im internationalen Langstrecken-Sport und basiert auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911. Je nach Restriktor leistet der wassergekühlte Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor rund 510 PS.

Die Zeiten
Der sechs Stunden andauernde Lauf in Spa-Francorchamps beginnt am Samstag, den 5. Mai 2018, um 14:30 Uhr Ortszeit.

Das Rennen im TV und Internet
Der erste Saisonlauf in Spa-Francorchamps ist als kostenloser Livestream von 13:00 bis 20:00 Uhr auf www.sport1.de zu sehen. Sport 1 überträgt zudem den Start, den Abschnitt von 14:25 bis 15:25 Uhr sowie den Zieleinlauf im TV. Eurosport 1 ist zwischen 18:15 und 19:40 Uhr live dabei und zeigt von 13:00 bis 20:05 Uhr das gesamte Rennen auf dem bezahlpflichtigen Eurosport Player. Die FIA WEC App bietet gegen Gebühr das komplette Rennen als Livestream plus aktueller Zeitnahme.

Stimmen vor dem Rennen

Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge): „Unser Porsche GT Team steht vor einer langen und spannenden Saison. Der Prolog in Le Castellet hat gezeigt, dass wir für diese Aufgabe bereit sind. Gemeinsam mit den drei Kundenteams dürfen sich die Fans auf sechs Porsche 911 RSR beim ersten Rennen in den Ardennen freuen. Die Strecke ist für alle Fahrer und Motorsport-Enthusiasten ein ganz besonderer Ort. Das große Interesse motiviert uns umso mehr, um den Sieg in beiden Kategorien zu kämpfen und das Potenzial unseres 911 RSR zu demonstrieren. Für uns ist es wichtig, gut in die Super Season zu starten, bevor wir mit insgesamt zehn 911 RSR in Le Mans antreten.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Die Strecke in Spa steht für hochklassigen Motorsport und stellt ganz besondere Anforderungen an die Fahrer und den 911 RSR. Nur mit dem richtigen Setup kann man auf diesem abwechslungsreichen Parcours um den Sieg mitkämpfen. Das ganze Team weiß um die Bedeutung des Saisonauftakts und ist perfekt vorbereitet.“

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Ich kann es kaum erwarten, nach einem Jahr Pause wieder an der WEC teilzunehmen. Die Rennstrecke in Spa gehört zu den schönsten der Welt. Wir möchten die neue Saison mit voller Kraft und einer guten Performance beginnen. Es wird eine sehr hart umkämpfte Klasse sein, in dem wir um den Sieg mitfahren wollen.“

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Eine neue Fahrerpaarung muss sich immer erst ein wenig einspielen. Mit Gianmaria ist das bei dem Test im Zeitraffertempo gelungen. Unsere Zusammenarbeit ist bisher sehr positiv und wir ergänzen uns hervorragend. 2017 lief das Rennen mit dem fünften und sechsten Platz nicht optimal für uns, in diesem Jahr möchten wir das Podium angreifen. Für die neue Saison haben wir bei der Entwicklung und der Auswahl der Reifen-Mischungen zusammen mit Michelin großen Wert darauf gelegt, dass wir auch für wechselhafte Wettersituationen bestens gerüstet sind. Gerade in Spa können sich das Wetter und die Temperaturen bekanntermaßen sehr schnell ändern.“

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „In Spa wird vor allem das Wetter wieder eine große Rolle spielen. Außerdem ist es das einzige Rennen vor den 24 Stunden von Le Mans. Daher ist es umso wichtiger, die neue Saison erfolgreich zu beginnen. Ich mag die Strecke sehr und freue mich auf den Adrenalin-Kick in der Eau Rouge.“

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Die vergangenen Jahre liefen nicht immer optimal für uns in Spa, das wollen wir in der neuen Saison ändern. Wir sind gut vorbereitet und ich freue mich, dass es endlich wieder losgeht. 2017 haben Kévin und ich in den letzten Rennen zu einer guten Form gefunden, hatten aber viel Pech. Wir sind gut vorbereitet und wollen angreifen.“

Jörg Bergmeister (Porsche 911 RSR #56): „Spa ist meine Hausstrecke, was die Rennen immer ganz besonders macht. Für Project 1 ist es natürlich total spannend, da es das erste Rennen meines Teams in der WEC ist. Ich habe täglich Kontakt zu den Verantwortlichen und versuche, die Crew mit meiner Erfahrung zu unterstützten. Wir haben uns penibel auf diese Herausforderung vorbereitet. Ich freue mich auf die neue Saison.“

Matt Campbell (Porsche 911 RSR #77): „Für mich ist das Sechsstundenrennen von Spa die zweitwichtigste Veranstaltung hinter den 24 Stunden von Le Mans. Gleich mit einem solchen Highlight in die Saison zu gehen ist eine große Herausforderung. Für mich ist die Sportwagen-Weltmeisterschaft ein großer Karriere-Schritt. Ich muss noch Erfahrung im 911 RSR sammeln. Der offizielle Test verlief jedoch bereits sehr vielversprechend. Unser Auto hat ein hohes Level an Downforce und gibt uns Fahrern viel Selbstvertrauen.“

Julien Andlauer (Porsche 911 RSR #77): „Spa ist eine tolle Strecke, die sehr viel Können vom Fahrer fordert. Ich freue mich sehr auf mein Debüt in der WEC, bei dem Prolog konnten wir viel testen und am Setup arbeiten. Ich musste mich zunächst an den Porsche 911 RSR gewöhnen, wobei mich das Team optimal unterstützt hat.“

Matteo Cairoli (Porsche 911 RSR #88): „Ich freue mich, wieder mit Dempsey Proton Racing in der WEC zu arbeiten. Wir sind eine große Familie, und die Zusammenarbeit läuft sehr professionell. 2017 hatten wir die Chance auf den Titel, und in der Super Season möchten wir erneut angreifen. Spa ist eine meiner Lieblingsstrecken, die Eau Rouge ist eine beeindruckende und sehr emotionale Kurve.“

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC
In der seit 2012 ausgetragenen Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) nehmen Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen teil: LMP1, LMP2, GTE-Pro und GTE-Am. Sie treten gemeinsam in einem Rennen an, die Wertung erfolgt getrennt. Das Porsche-Werksteam startet in der Klasse GTE-Pro, während die Kundenteams Dempsey Proton Racing, Project 1 und Gulf Racing in der Kategorie GTE-Am um Siege kämpfen.