Zwei 911 RSR auf Traditionsrennstrecke im Mittleren Westen

IMSA WeatherTech SportsCar Championship, 4. Lauf, Mid-Ohio, USA

Neue Rennstrecke, neue Herausforderung: Nach dem Stadtkurs in Long Beach gastiert die IMSA SportsCar Championship mit ihrem vierten Saisonrennen am 6. Mai erstmals auf dem Mid-Ohio Sports Car Course. Das Porsche GT Team ist auf dem 3,634 Kilometer langen Traditionskurs im Mittleren Westen der USA mit zwei Porsche 911 RSR in der stark besetzten Klasse GTLM am Start. In der Klasse GTD tritt das Porsche-Kundenteam Wright Motorsports mit zwei Porsche 911 GT3 R an.

Das Rennen

Der Mid-Ohio Sports Car Course mit seinen 13 Kurven ist eine der schönsten und traditionsreichsten Rennstrecken der USA. Der anspruchsvolle, 1962 eröffnete Kurs liegt nördlich von Cincinnati in der Nähe von Lexington im US-Bundesstaat Ohio. Den letzten Porsche-Sieg auf dieser Strecke holten in der American Le Mans Series Wolf Henzler und Bryan Sellers 2011 mit dem 911 GT3 RSR.

Die Porsche-Fahrer

Die Gewinner des Zwölfstundenrennens in Sebring, Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien), teilen sich in der Klasse GTLM das Cockpit des 911 RSR mit der Startnummer 911. Laurens Vanthoor (Belgien) und Earl Bamber (Neuseeland) sind die Fahrer des zweiten vom Porsche GT Team eingesetzten 911 RSR mit der Startnummer 912. Die Klasse GTD, die in Long Beach aussetzte, ist in Mid-Ohio wieder am Start. Wright Motorsports setzt dabei erstmals zwei 911 GT3 R ein: Die Stammpiloten Patrick Long (USA) und Christina Nielsen (Dänemark), Porsche Selected Driver 2018, fahren die Nummer 58. Wolf Henzler (Nürtingen) und Michael Schein (USA) treten mit der Nummer 16 bei den restlichen Sprintrennen dieser Saison an.

Die Porsche-Fahrzeuge

Beim 911 RSR wurden für seine zweite Rennsaison vor allem Setup-Optimierungen vorgenommen. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Für den 911 GT3 R stellt Porsche seinen Kundenteams 2018 ein Evolutionspaket zur Verfügung. Der über 368 kW (500 PS) starke Rennwagen wurde für die weltweiten GT3-Serien konstruiert.

Die Zeiten

Das Rennen startet am Sonntag, 6. Mai, um 13.05 Uhr Ortszeit (19.05 Uhr MESZ) und dauert 2:40 Stunden. Live übertragen wird es außerhalb der USA im Internet auf www.imsa.com.

Stimmen vor dem Rennen

Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Sportwagenrennen haben eine große Tradition in Mid-Ohio. Wir freuen uns, dass diese anspruchsvolle Rennstrecke nach vielen Jahren jetzt wieder im Kalender steht. Sie ist eine echte Bereicherung für die Meisterschaft und eine große Herausforderung für Fahrer und Teams. Bei den Rennen der American Le Mans Series hat Porsche in Mid-Ohio zahlreiche Erfolge gefeiert, nicht zuletzt mit dem RS Spyder, der dort 2006 gegen die wesentlich leistungsstärkeren LMP1-Prototypen sensationell seinen ersten Gesamtsieg geholt hat. An diese Erfolge wollen wir mit dem 911 RSR anknüpfen. Die starke Performance, die wir in Long Beach gezeigt haben, stimmt uns zuversichtlich, dass uns das gelingen wird.“

Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport: „Eine neue Strecke stellt Teams und Fahrer vor neue Aufgaben. Deshalb haben wir mit unserem 911 RSR vor dem Rennen in Mid-Ohio getestet. Dabei ging es vor allem darum, eine Grundabstimmung für diese anspruchsvolle Rennstrecke zu erarbeiten und verschiedene Reifenspezifikationen auszuprobieren. Ich bin sicher, dass wir mit den dabei gewonnenen Erkenntnissen für die Rennwoche bestens vorbereitet sind. Wir freuen uns auf diese neue Herausforderung.“

Sebastian Golz, Projektleiter 911 GT3 R: „Mid-Ohio ist ein sehr anspruchsvoller Kurs, was das Setup des Fahrzeugs betrifft. Speziell der Bereich ´The Esses` verlangt eine sehr reaktionsschnelle Abstimmung, um die Richtungswechsel der fünf aufeinanderfolgenden Kurven schnell umsetzen zu können. Der 911 GT3 R wird aufgrund seines kompakten Radstands und somit agilen Fahrverhaltens vor allem in diesen Passagen seine Stärken ausspielen können. Die Strecke gehört nicht zu den schnellsten, ist aber bei den Fahrern sehr beliebt, weil sie die unterschiedlichsten Linien zulässt.“

Patrick Pilet (911 RSR #911): „Ich bin erst einmal in Mid-Ohio gefahren, das war 2008, ist also schon eine ganze Weile her. Das ist eine tolle Strecke, speziell für GT-Autos wie den 911 RSR. Nach dem Rennen auf dem engen Stadtkurs in Long Beach ist diese klassische Rennstrecke eine neue Herausforderung, auf die wir sehr gespannt sind.“

Nick Tandy (911 RSR #911): „Ich war noch nie in Mid-Ohio. Im Fernsehen habe ich mir einige Stock-Car-Rennen auf dieser Strecke angeschaut, außerdem habe ich versucht, sie am Simulator kennenzulernen. Ich bin schon lange auf keiner für mich neuen Strecke mehr gefahren, deshalb freue ich mich sehr auf dieses Rennen. Das wird sicherlich eine interessante Erfahrung werden.“

Laurens Vanthoor (911 RSR #912): „Für einen Rennfahrer ist es immer toll, neue Strecken kennenzulernen. Auf Videos sieht Mid-Ohio sehr interessant aus. Das ist eine klassische Rennstrecke mit einer großen Tradition, wie es sie fast nur noch in den USA gibt. Nach dem Rennen in Long Beach haben wir dort getestet. Die Erkenntnisse, die wir dabei gewonnen haben, müssen wir jetzt im Training bestätigen und im Rennen in ein möglichst gutes Ergebnis umsetzen.“

Earl Bamber (911 RSR #912): „Unsere Performance in Long Beach war gut, auch wenn wir unsere Siegchance letztlich nicht nutzen konnten. Jetzt freue ich mich auf Mid-Ohio. Das ist eine interessante Strecke, etwas eng und kurvig, die unserem 911 RSR liegen müsste. Für uns geht es vor allem darum, vor der Le-Mans-Pause mit einem guten Ergebnis unsere Position in der Meisterschaft zu verbessern.“

Patrick Long (911 GT3 R #58): „Bei der Suche nach dem besten Setup braucht man in Mid-Ohio sehr viel Erfahrung. Auf dieser klassischen Rennstrecke mit langen Geraden und engen Kurven ist das Überholen nicht einfach. Neben einer perfekten Abstimmung ist deshalb auch eine gute Startposition einer der Schlüssel zum Erfolg.“